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Veröffentlicht am 23. April 2015

Rückforderungen Hartz IV

Rückforderungen Hartz IV

Frau Verena W. (Name geändert) kam recht aufgelöst in unsere Beratung, das Amt forderte 365,- Euro zurück. Angeblich habe sie Leistungen zu Unrecht bezogen. Schon allein diese Formulierung ist ziemlich frech! In der Regel, wie auch in diesem Fall, hat das Amt nicht aufgepasst.

Nach einer Berechnung durch unseren Berater wurde festgestellt, dass Frau W. nicht 365,- Euro an das Amt zurückzahlen musste, sondern 346,30 Euro zu wenig bekommen hatte. Das Jobcenter wurde mit dem Ergebnis konfrontiert, bestand jedoch weiterhin auf die Forderung. Wieder einmal musste eine Klage vor dem Sozialgericht Berlin durch unseren Rechtsanwalt eingereicht werden. Ergebnis: Das Gericht hat Frau W. in vollem Umfang Recht gegeben.  


Kommentare (1)


  1. Dieter B

    Dieter B

    04. June 2015 um 16:43 Uhr

    Das hat scheinbar Methode! Nach meinen Schätzungen machen lediglich zehn Prozent der Leistungsberechtigten von ihren Rechten Gebrauch. Einerseits ist das Sozialrecht derart undurchsichtig, sodass selbst Experten Schwierigkeiten haben, die aktuelle Rechtslage unter Einbeziehung der Rechtsprechung zu beurteilen. Andererseits sind Leistungsempfänger selten in der Lage, die Bescheide auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.
    Folgender Fall zur Verdeutlichung: Herr B. bekommt Leistungen nach dem SGB XII, seine Frau arbeitet und bekommt Gehalt, womit ihr Bedarf gedeckt ist. Der Überhang wird nach Abzug der Freibeträge angerechnet. Das Amt rechnete die Freibeträge nach dem SGB XII aus. Das war falsch, hier musste der Freibetrag nach SGB II berechnet werden.
    Fazit: Das Amt erstellte eine Rückforderung über 1023,- Euro, nach einer genauen Berechnung stellten die Berater des Vereins jedoch fest, dass Herr B. aufgrund der falschen Berechnung noch eine Nachzahlung von mehr als 1300,- Euro zu erwarten hat.

    Danke Concept social


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